Die Tage des Mayhem – oder Motivationskrisen sind auch nur Menschen

Jeder kennt sie und (fast) jeder hat sie mindestens einmal im Leben, behaupte ich jetzt mal ganz frech. Die Rede ist natürlich von einer Motivationskrise. Dazu kam noch eine absolute Chaos Woche. 
So bei mir geschehen diese – beziehungsweise wenn dieser Blog online geht – letzte Woche. 

So eine Motivationskrise ist ein ziemlich hinterhältiges kleines Ding. Bei mir schleicht sie sich meistens genau dann an, wenn ich es am allerwenigsten brauchen kann. Zufall? Ich glaube nicht. 

Montagmorgens -und ich kann selber kaum glauben, dass ich das schreibe, war meine Welt eigentlich noch vollkommen in Ordnung. Doch dann fiel es über mich her, dieses hinterlistige kleine Ding. 

Dazu kam noch, dass diese Woche wirklich das absolute Chaos bei mir geherrscht hat. Wahrscheinlich stand gerade das rechtsdrehende Eichhörnchen im Pluto oder so was in der Richtung. Ich kam wirklich zu nichts, weil ständig irgendwas anderes war, und hatte es bis Mittwoch gerade mal geschafft, einen sensationellen Punkt meiner To Do Liste abzuarbeiten. Dazu kam noch eine ziemlich schmerzhafte Muskelzerrung im linken Bein (Dehnen nach dem Laufen wird völlig überbewertet). 

Kurz und gut: Das Leben wollte einfach nicht so funktionieren wie ich das gerne gehabt hätte. 

Was ich von meiner Motivationskrise und der Woche des Mayhem gelernt habe 

Keine Angst, dass wird jetzt kein Text a lá tu das und das, dann werden deine Motivationskrise und das Chaos wie von Zauberhand wieder verschwinden. Dafür gibt es genug andere Blogs. 

Das erste was ich in der Woche des Mayhem gelernt habe und zwar so richtig Zen-Mäßig: Es geht alles vorbei. Selbst die schlimmste Motivationskrise und das größte Chaos.

Lektion Nummer zwei war: Akzeptiere was ist. Es gibt halt einfach Phasen im Leben die nun mal nicht ganz so rund laufen. Da nützt es auch gar nichts sich zu irgendwas zu zwingen. Mal ganz abgesehen davon, dass es dann meistens sowieso total sch*** wird. Am Donnerstag hatte ich nämlich beschlossen, einfach einen großen Haken hinter diese Woche zu machen und nicht in Panik zu verfallen. 

Denn als Selbständige kommen bei mir leider noch latente Existenzängste hinzu. Weil: Wenn ich nicht arbeite, dann verdiene ich auch kein Geld, was im Umkehrschluss bedeutet, dass meine Katze, mein Hund und ich hungern müssen wenn ich keine Aufträge habe. 

Existenzängste sind aber nun mal auch A**** und helfen mir nicht gerade dabei, mich motivierter zu fühlen, und kreativ zu sein. Als ich dann aber innerlich akzeptiert habe, dass es eben manchmal einfach nicht rund läuft, ging es mir gleich viel besser, und meine Kreativität die sich sicherheitshalber auch gleich mal verkrümelt hatte, stand auf einmal wieder auf der Matte . Auch wenn sich das jetzt bestimmt furchtbar eso-mäßig liest. 

Lektion Nummer drei: Krieg deinen Allerwertesten hoch. 

Eine Motivationskrise ist schlimm, und kombiniert mit einer Woche des Mayhem inklusive gezerrtem Muskel, noch viel schlimmer. Eigentlich wäre mir viel lieber gewesen, mich auf meiner Couch selbst zu bemitleiden oder wahlweise Netflix oder Amazon Prime leer zu schauen. Aber der Hund muss ja schließlich raus und selbst die gemütlichste Couch wird spätestens nach ein paar Tagen dann auch unbequem. 

Was ich damit eigentlich sagen will: Manchmal muss man in so einer Phase einfach auch mal Dinge tun, die einem vielleicht in diesem Moment furchtbar gegen den Strich gehen. Ich hab mit zwar tatsächlich eine Auszeit gegönnt – eine Stunde Gassi im Wald und die Welt sah gleich ganz anders aus. Und ich habe arbeitsmäßig weiter gemacht, auch wenn mir der Kopf gar nicht danach stand. 

Geholfen haben mir dabei Routineaufgaben. Also solche Sachen bei denen ich nicht großartig kreativ sein muss. Ich glaube auch, dass meine Steuerberaterin über eine kreative Buchhaltung eher weniger begeistert wäre. Das hat mir aber geholfen wieder in meinen Work-Flow zu kommen. Im übertragenen Sinne: Bauch rein, Brust raus und weitermachen.