Decluttering – Aufräumen ist total in und ich machs jetzt auch

Marie Kondo und Minimalismus sei Dank – decluttering also aufräumen und ordentlich ausmisten ist – nicht nur – seit diesem Jahr total im Trend. 

Marie Kondo, die extrem höfliche und zierliche Japanerin die nur Röcke zu tragen scheint und ein bisschen wie eine Manga Figur aussieht, hat es uns vorgemacht. Die Bücher über die von ihr selbst erfundene KonMari Aufräummethode sind mittlerweile Bestseller. Wer ihr beim aufräumen zusehen möchte der kann das beispielsweise auf Netflix. Auch immer mehr YouTuber, Instagrammer und andere Social Media Größen entdecken das Thema aufräumen und Minimalismus für sich, gerade im Zuge von Nachhaltigkeit. Doch auch uns „Otto-Normal Menschen“ kann ein gezieltes decluttering durchaus etwas bringen. 

Decluttering – ein unsexy Thema mit hübschem Namen

Ich gebe es an dieser Stelle ganz offen zu: Für mich gibt es wesentlich mehr Dinge die sexier und anziehender sind als aufräumen beziehungsweise decluttering.
Ich bin also nicht so die Heldin was dieses Thema betrifft. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass es bei mir Zuhause extrem unordentlich ist. Aber etwas ordentlicher könnte es durchaus sein, das gebe ich ganz offen zu. Jetzt steht ja quasi das neue Jahr vor der Tür. Im Zuge von guten Vorsätzen (ja, auch ich habe die!) und Leben umkrempeln und so habe ich beschlossen mal so richtig aufzuräumen und auszumisten und mich von altem Krempel und Plunder zu trennen. 

Doch wie geht das überhaupt, dass richtige aufräumen beziehungsweise „decluttering“?

Die eine Methode gibt es nicht 

Ein kleiner „Spoiler“ vorneweg. Die eine perfekte Aufräummethode die für alle gilt gibt es nicht.

Das erste Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo habe ich tatsächlich gelesen. Ich fands auch wirklich toll und ja, einige Dinge habe ich wirklich umgesetzt zum Beispiel die KonMari Methode für Kleidung. Marie Kondo sagt, dass Kleidung besser aufrecht stehend in die Schränke beziehungsweise Schubladen einsortiert werden soll – zwecks besserer Übersicht. Allerdings kann ich mich mit zwei Dingen bei ihrer Methode gar nicht anfreunden. Zum einen sagt sie, dass man nicht nach Zimmern sondern nach Kategorien aufräumen soll. Am besten je nach Kategorie alles auf einen Haufen schmeißen und dann aussortieren beziehungsweise wegräumen. Das betrifft sowohl Kleidung als auch zum Beispiel Dokumente. Viel zu anstrengend und unübersichtlich! Zum anderen soll man Dinge aussortieren die einen „nicht glücklich machen“ (Does it spark Joy?). In meinem Kleiderschrank gibt es zum Beispiel Teile die ich über ein Jahr nicht getragen habe und dann von heute auf morgen zu Lieblingsteilen wurden und mit denen ich mich jetzt gut fühle. Außerdem machen mich zum Beispiel Steuer- und Buchhaltungsunterlagen alles andere als glücklich und trotzdem muss ich sie behalten. 

Also scheidet dieses System zum Aufräumen für mich schon mal aus. Aber so schnell gebe ich nicht auf! 

Wer den Begriff „Aufräumen“ beziehungsweise „Decluttering“ bei der berühmten Suchmaschine mit dem G eingibt, bekommt gefühlt eine Millionen Ergebnisse präsentiert. Sehr häufig taucht auch der Begriff Minimalismus auf wenn es um Ordnung geht. Dabei geht es aber nicht darum, dass ich meine Wohnung komplett leer räumen muss um anschließend nur noch mit dem notwendigsten an Mobiliar, Kleidung und nie wieder etwas zu kaufen, was ich extrem beruhigend finde. Minimalismus bedeutet in diesem Zug eher, dass ich mich zukünftig nur noch auf das wesentliche konzentriere was sowohl die Einrichtung, die Kleidung etc. pp. betrifft.  Ein weniger-ist-mehr Prinzip sozusagen. Damit kann ich mich dann schon eher anfreunden. 

Es gibt beim aufräumen und ausmisten die Simplify-Methode, das „Death Cleaning“ (ganz neu aus Schweden), die One Box Methode etc.pp.
Ich glaube für mich wird eine Mischung aus der Simplify Methode und der KonMari Methode am besten funktionieren. 

Jetzt heißt es also Ärmel hochkrempeln und loslegen. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Es werden also noch weitere Blogbeiträge zum Thema „aufräumen“ und „decluttering“ folgen. 

Übrigens werde ich im neuen Jahr auch das Thema Finanzen angehen. Denn da bin ich leider auch ein kleiner Chaot. 

Update: Zwischenzeitlich habe ich schon mal mit dem minimalisieren angefangen. Gerade beim Thema „Kleiderschrank“ und „Klamotten“ gibt es wirklich enorm viel zu tun. Aber ich liebe ja Herausforderungen!