Rezension Das Mädchen im Spiegel von Anjelica Huston

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Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt!
Hardcover:688 Seiten
Verlag:Rowohlt
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-498-03015-5

 

Die Autorin:

Anjelica Huston, geboren 1951, ist die Tochter des Filmregisseurs John Huston («Moby Dick», «Misfits», «African Queen») und der Ballerina Enrica Soma. Sie wuchs in Irland und England auf. Der Durchbruch als Schauspielerin gelang ihr durch ihre Rolle in einem der letzten Filme John Hustons, «Die Ehre der Prizzis», für die sie mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Seitdem war sie in vielen Filmen zu sehen, u.a. in «Die Royal Tenenbaums» und «Die Addams Family». Anjelica Huston lebte von 1973 bis 1989 mit Jack Nicholson zusammen. Heute ist ihr Lebensmittelpunkt noch immer Kalifornien.

Klappentext:

«Leuchtend, liebevoll, genau so, wie Memoiren sein sollten.»
Joan Didion

Anjelica Hustons Autobiographie ist das literarische Zeugnis eines faszinierenden Künstlerlebens. Als Tochter des großen Regisseurs John Huston wächst sie auf einem Gut in Irland auf und begegnet im Laufe der Jahre vielen bedeutenden Persönlichkeiten. Carson McCullers, John Steinbeck, Peter O’Toole, Marlon Brando und Montgomery Clift – sie alle gehen in ihrem Zuhause ein und aus. Anjelica tritt selbst im Alter von 17 Jahren das erste Mal vor die Kamera und damit in die Öffentlichkeit. Unter der Regie ihres Vaters dreht sie ihren ersten Film, arbeitet als Model und wird im Swinging London erwachsen. In den 70er Jahren stürzt sie sich in das pulsierende New York, beginnt eine turbulente Beziehung mit Jack Nicholson und gehört bald zur glitzernden Welt Hollywoods. Und obwohl Anjelica Huston ein glamouröses Leben führt, ist ihr Blick zurück auch eine Geschichte von Einsamkeit, Verlust und Entfremdung.

Die Erinnerungen einer starken Frau und großen Erzählerin.

Meine Meinung:
Ich kann mich der Meinung von Joan Didion nur anschließen. Das Buch ist toll geschrieben. Anjelica Houston ist eine spannende Erzählerin. Das einzige, was mich (zu Beginn) sehr verwirrt hat, ist die Vielzahl von Personen, über die sie schreibt. In Irland, wo Anjelica aufgewachsen ist, gaben sich die Promis die Klinke in die Hand. Da kann man als Leser schon leicht den Überblick verlieren. Sie berichtet über ihren Umzug nach London und ihre ersten schauspielerischen Gehversuche (die eine Katastrophe waren). Sie schreibt aber auch sehr viel über das problematische Verhältnis zu ihrem Vater, das sich später aber bessert und über den frühen Tod ihrer Mutter. Auch ihre Geschwister finden einen Platz in der Erzählung. Anjelica Houston gibt viele tiefe Einblicke in ihr Leben und, wie ich finde, in ihre Seele und ihr Empfinden. Sie war nämlich nicht immer die starke Frau, die sie heute ist. Sie berichtet über die Zeit mit Jack Nicholson, der ja bekanntlich ein Schwerenöter ist und wie es zum endgültigen Bruch mit ihm kam. Die große Liebe findet sie in dem Künstler Robert Graham, der sie beflügelt. Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

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