Nestlè und das Wasser

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Gestern beim Spülen habe ich darüber nach gedacht, wie gut wir es in der westlichen Welt doch haben. Wasserhahn aufmachen, Wasser läuft. In vielen sogenannten Entwicklungsländern haben die Menschen diesen Luxus noch nicht mal annähernd! Dabei ist das Recht auf Wasser ein Menschenrecht. Da kommt doch tatsächlich ein Konzern wie Nestlé, der schon in der Vergangenheit in die Kritik geraten ist und behauptet, dass Wasser kein öffentliches Gut sein sollte, sondern einen Marktwert haben sollte wie jedes andere Lebensmittel auch. Sag mal, geht’s noch?
Ohne Wasser gäbe es nichts, aber auch rein gar nichts auf unserem Planeten. Wasser ist die Grundlage allen Lebens, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze. Und jetzt kommt so ein Riesenkonzern, der in seiner Profitgier Menschen in sogenannten „Schwellenländern“ das Wasser abgräbt. Im wahrsten Sinne des Wortes. In Pakistan z.B., wo Nestlè die Wassernutzungsrechte besitzt, ist der Grundwasserspiegel schon bedrohlich abgesunken. In Algerien baut der Konzern Fabriken, lässt sie einzäunen und bewachen. Da soll alles mit rechten Dingen zugehen? Ernsthaft?
Auch für Europa sollen die Wassernutzungsrechte öffentlich ausgeschrieben werden (TTIP lässt grüßen!).Herrschen bei uns, in der sogenannten westlichen Welt, vielleicht dann genau die gleichen Probleme wie in den Schwellenländern? Dass sich nur noch Reiche Menschen sauberes Wasser leisten können? Jeder von uns braucht Wasser, und das macht den Menschen unglaublich erpressbar.
Ich für meinen Teil werde versuchen keine Nestlè-Produkte mehr zu kaufen. Denn wir Konsumenten haben die Macht, die Konzerne da zu treffen, wo es am meisten weh tut: Am Geldbeutel.
Falls euch das Thema interessiert, auf der Seite der Netzfrauen gibt es einen interessanten Bericht über das Geschäftsgebaren von Nestlè.