Rezension Arschlochhund von Antje Hachmann

  • Verlag: Frekja (22. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3939994701

Klappentext:

In diesem Buch finden Sie Antworten, die Sie überraschen werden. Und Fragen, die Sie sich so noch nie gestellt haben. Antje Hachmann – Autorin, Fotografin, Powerfrau, Halterin von sogenannten Arschlochhunden – führt die Leser an lockerer Leine und ohne Maulkorb durch die Hundeszene: authentisch, bewandert, gerade heraus. Immer mit dem nötigen Augenzwinkern und ohne sich selbst ernster zu nehmen als nötig, schreibt sie frisch von der Leber weg. Erleben Sie mit ihr Spaziergänge, bei denen sich die Autorin am Ende der Leine mal wieder die Arme in beide Richtungen auskugelt, während die Nachbarn Bestnoten in Haltung und Stilsicherheit, mit leichten Abzügen im Formwert, verteilen. Tauchen Sie ein in die ganz normale Welt des Hundewahnsinns. Hier wimmelt es nur so von Alltagsabenteuern, tatsächlichen und Beinahe-Katastrophen, von schillernden Zwei- und Vierbeinern, von Sturmtruppen in Hundeköpfen und Windhunden, die eigentlich auch nur Rottweiler sind. Vor krampfartigen Lachanfällen und sonstigen Nebenwirkungen sei dabei allerdings ausdrücklich gewarnt! Am Ende dieses furiosen Lesevergnügens steht die für alle Hundehalter tröstliche Erkenntnis: Auch die Besten von uns verzweifeln regelmäßig an den einzigartigen Charakteren ihrer vierbeinigen Lieblinge.
Who let the dogs out?

Meine Meinung:

Über „Arschlochhund“ bin ich eigentlich eher zufällig gestolpert. Eine Freundin hat mich nämlich auf die Facebook Seite aufmerksam gemacht, auf der Antje Hachmann regelmäßig über die Erlebnisse mit ihren Hunden – dem Gelenkbus, dem Todesstern und dem leider verstorbenen Galgo des Grauens – schreibt. Als ich dann noch gesehen habe, dass Antje Hachmann ein Buch geschrieben hat, stand für mich natürlich fest: Das muss ich lesen.

Eins vorneweg: Ich bin selbst Hundebesitzerin und liebe meinen Archie wirklich sehr. Aber eben nicht immer. Es gibt genug Momente, in denen ich mir denke: Warum musste es ein Hund sein? Eine zweite Katze hätte es doch auch getan. Vor allem wenn der große kleine Drecksack mal wieder nicht das macht was er soll, zum Beispiel nicht hören oder wie ein Ochse an der Leine zu ziehen.Dann drohe ich ihm regelmäßig auch mit Tierheim 😉

Über genau solche Erlebnisse schreibt Antje Hachmann eben und das äußerst humorvoll. Die Geschichte „Gib mir mal den Wattebausch, ich kann das“ ist nur eine der Stories, die ich a) sehr gut nachvollziehen kann (auch mein Hund hat ein besonderes Verhältnis zu Hasen) und b) bei der ich schallend gelacht habe. Genauso nachvollziehbar sind für mich ihre Erlebnisse mit den Tierschutz Uschis und Horsts („Mein Hund ist auch vom Züchter….“) oder die mit den Tut-Nixen.
Antje Hachmann schreibt äußerst humorvoll und authentisch. Bei vielen Geschichten kam ich aus dem Kichern und Lachen gar nicht mehr raus und dem Denken von: Das geht ja anderen genau so wie mir!
In einem Interview hat sie übrigens gesagt, dass es ihr gegen den Strich geht, wenn der Perfektionswahn auch auf Hunde ausgedehnt wird. Ihre Hunde hören eben nicht perfekt und haben ihren eigenen Kopf, aber genau deswegen liebt sie ihre Archlochhunde nicht weniger. Und ja, auch mein Hund ist ab und zu ein Arschloch aber deswegen liebe ich ihn trotzdem auch nicht weniger.

Für alle Hundebesitzer und solche die es vielleicht werden wollen ist das Buch definitiv eine Leseempfehlung!